Ehre wem Ehre

Gabriele Brinkmann

Gabriele Brinkmann (*1958) lebt und arbeitet in Bochum. Sie schreibt unter ihren Pseudonymen Edda Minck und W. W. Domsky Kriminalromane und Kurzgeschichten. Zum Erscheinen dieses Buches meint Gabriele Brinkmann: „Es ist schön, dass der kleine Verlag sich in so kurzer Zeit ganz groß gezeigt hat, damit sich jetzt jeder selbst ein Bild über den Inhalt des Buches erlesen kann."

Nachdem ein Düsseldorfer Verlag 2009 den Kriminalroman „Wem Ehre gebührt" von W.W. Domsky alias Gabriele Brinkmann aus Angst vor Repressalien wegen angeblich islamfeindlicher Passagen kurzfristig aus dem Programm nahm, hat die Bochumer Autorin jetzt in dem unabhängigen Leda-Verlag einen neuen Herausgeber gefunden: „Ich habe in einem Interview mit dem Deutschlandradio meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass sich ein demokratisch gesinnter Verleger meldet, der bereit ist, meinen Roman zu veröffentlichen."


Ehre wem Ehre

ISBN 978-3-939689-33-1, Leda-Verlag, 256 Seiten, 9,90 Euro

Alles deutet darauf hin, dass es sich bei dem Massaker in einer türkischen Metzgerei um das Finale einer Auseinandersetzung rivalisierender Kiezkönige handelt. Die desillusionierte und vom Alkoholmissbrauch gezeichnete Kommissarin Thea Zinck sieht das anders. Im Gegensatz zu ihren Kollegen verzichtet sie auf den medienwirksam schnellen Abschluss des Falles und verfolgt bis zum bitteren Ende rücksichtslos ihre eigenen Idee.

Nach den bundesweiten Schlagzeilen, die der Krimi um einen „Ehrenmord" machte, ohne dass er überhaupt auf dem Markt war, war es für die Verleger Heike und Peter Gerdes nach der Lektüre des Manuskripts überhaupt keine Frage, das Buch zu drucken. „Der Roman ist kritisch und dürfte manchen provozieren, natürlich, aber er differenziert auch. Er greift nicht die Türken oder den Islam an, sondern nur die Auswüchse einer frauenfeindlichen Einstellung, die sich auf Tradition und Religion beruft, um Männern die Macht zu erhalten", erklärte Heike Gerdes.

Unterstützung fand die Ruhrgebietsautorin, die u.a. unter dem Pseudonym Minck & Minck erfolgreich die Maggie Abendroth-Reihe publiziert, beim Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalautoren. Syndikatssprecher Andreas Izquierdo: „Das Recht der Freien Rede und die Freiheit der Kunst ist nicht nur Privileg, sondern auch Verpflichtung in einer freiheitlich, demokratischen und liberalen Grundordnung."

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